Adventkranz

Am Sonntag ist erster Advent und in unserer Heimat gehört der Adventkranz einfach zur Advent- und Weihnachtszeit. Zu Kaufen finden wir die Kränze inzwischen schon fast überall. Dabei ist das Binden ganz einfach und fast schon meditativ. In unserer hektischen und rasanten Welt ist das Herstellen des eigenen Adventkranzes eine ideale Gelegenheit, ein wenig zur Ruhe zu kommen und sich auf die stille Zeit des Jahres einzustellen. Der intensive Duft des Tannenreisigs weckt Kindheitserinnerungen an Weihnachten und den Christbaum. Das Tannenaroma wirkt desinfizierend und beruhigend.

Ich selbst stelle meinen Adventkranz ganz klassisch mit „Tannach“ her. Der Fantasie sind allerdings keine Grenzen gesetzt was die Wahl des Materials und der Deko betrifft. Nimm, was du magst und findest – Tanne, Bux, Thuje, Lärche oder Efeu,… und vor allem ein wenig Zeit und Muse.

Auch das Entzünden der Kerzen könnt ihr jeden Sonntag nutzen, um durchzuatmen und ein paar Minuten Ruhe zu finden.

Der erste Adventkranz wurde vermutlich schon Ende des 19. Jahrhunderts gebunden – um den Kindern die Wartezeit bis zum Christkind zu verkürzen. Damals wurde noch für jeden Tag des Advents eine Kerze verwendet.

Symbolisch nimmt das Licht mit jedem Anzünden einer Kerze zu und kündigt so einerseits die Geburt Jesu als auch die Zunahme des Lichts nach der Wintersonnenwende an. Auch der Kranz in Kreisform wurde bewusst gewählt und soll für die Ewigkeit des Lebens stehen. Häufig werden drei violette und eine rosa Kerze (für den dritten Adventssonntag) verwendet.

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