Aluminiumsalze

Aluminiumsalze sind wieder in aller Munde. Als Inhaltsstoff vieler Deodorants verhindern sie, dass man schwitzt und somit müffelt. Eigentlichklingt das doch wahnsinnig genial, oder?!? Ich selbst habe derlei Deos viele Jahre lang verwendet – sie waren einfach praktisch. Immer wieder wurde ich aber auch von kleinen, schmerzenden Knötchen unter den Achseln geplagt. Ich brachte sie zu Beginn nicht in Zusammenhang mit meinen Antitranspirantien. Also – Untersuchungen. Ohne Ergebnis – Gott sei Dank! Daraufhin begann ich zu recherchieren und fand heraus, dass die Aluminiumsalze meiner Deos die Poren zusammenziehen, sodass der Schweiß quasi in unserem Körper eingesperrt wird. Allerdings hat der Schweiß ja eigentlich auch eine Aufgabe – Abtransport von Giftstoffen und Talg. Ich diente mir selbst also als Testobjekt und verwendete fortan Deos ohne Aluminiumsalze. Zugegeben – die Umstellung war nicht nur lustig. Plötzlich schwitzt man wieder und hat nasse Achseln. Eine mögliche Lösung sind Pads, die man sich unter die Achseln oder ins Shirt klebt und die den Schweiß aufsaugen (Einweg- und Mehrwegpads erhältlich). Außerdem kann man sich gesunde Deos ganz einfach selbst herstellen und nebenbei Schweißhemmertees trinken. Ohne die bedenklichen Deos verschwanden tatsächlich meine Knoten und die Schmerzen.

Es gibt inzwischen einige Studien, die einen Zusammenhang zwischen Aluminiumsalzen und Brustkrebs herstellen. Erst vor kurzem ist eine neue aus der Schweiz von der „Clinique des Grangettes“ hinzugekommen. Gewarnt wurde vor Aluminium allerdings bereits in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Kritisch betrachtet wird in Fachkreisen die Verwendung von Aluminium im körpernahen Bereich. Denn Aluminium wird nicht nur in Deos verwendet. Andere Beispiele: Aluminiumdosen, Alufolie, Geschirr aus Aluminium, Alu in der Nahrung, in Nagellacken, Wimperntuschen, Eyelinern, usw. Vermutlich gibt es auch einen Zusammenhang zwischen Aluminium und Alzheimer bzw. Demenz. Aluminium soll derlei Krankheiten zwar nicht auslösen, zumindest aber begünstigen. Das heißt? Bewusst z.B. auf Alufolie verzichten (speziell bei sauren und säurehaltigen Lebensmitteln), Kosmetika auf Inhaltsstoffe checken und vielleicht auch viel und laut darüber diskutieren – damit es demnächst eindeutige Studien gibt und Aluminium nicht mehr „körpernah“ verwendet wird. Und vor allem „Zurück zur Natur“!

Selbst hergestelltes Deo: 100ml Wasser, Schale einer halben Bio-Zitrone und einer halben Bio-Orange ins Wasser reiben, über Nacht ziehen lassen, 1 Teelöffel ausgepressten Zitronensaft bzw. 1 Teelöffel Orangensaft am nächsten Tag und 1/2 Teelöffel Natron hinzufügen, alles gut vermengen, abseihen und in eine Zerstäuberflasche füllen – fertig!

Schweißhemmertee: einen Tee aus Salbei-, Walnuss- und Minzeblättern zubereiten; 7-10 Minuten zugedeckt ziehen lassen; 2-3x täglich genießen (nicht während der Schwangerschaft bzw. Stillzeit).

Link zur Pressemitteilung der aktuellsten Studie aus der Schweiz

Bundesministerium für Gesundheit: „Aluminium – Toxikologie und gesundheitliche Aspekte körpernaher Anwendungen

 

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