Der geliebte Salbei

Die letzten Wochen war zum Teil ja schon bitterkalt. Kennt ihr das auch? Dass der Hals umgehend zum Kratzen anfängt? Mir hilft die Zauberwaffe Salbei. Ich verwende ihn auf verschiedenste Art und Weise. Die einfachste Möglichkeit ist, einen sehr starken Tee zu kochen (d.h. einen guten Teelöffel Salbei mit heißem Wasser übergießen und ihn 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen). Der Tee kann für Entzündungen im Mund und im Rachen mit Salz ergänzt werden, denn Salz ist ebenfalls entzündungshemmend. Ich gurgle diesen Tee mehrmals täglich. Und wenn ich unterwegs bin, leere ich das Ganze in ein kleines Sprühfläschchen – dann habe ich die Hilfe immer mit dabei. Noch einfacher ist natürlich, Salbeiblätter zu kauen.

Ende des Sommers, wenn der Salbei richtig üppig wächst, schneide ich mir immer einige Zweige vom Strauch, zerkleinere die Blätter, Stängel und Blüten und destilliere ihn zu kräftigem Salbeihydrolat. „Ganz nebenbei“ fällt noch jede Menge kräftiges ätherisches Salbeiöl ab. Wer keine Destille zu Hause hat, muss gar nicht auf die Destillation verzichten. Ganz einfach und ohne große Einkäufe kann jeder mit der „Wokdestille“ das Pflanzenwasser (=Hydrolat) herstellen. Die Wokdestille kann man aus ein paar Küchenutensilien selber bauen. Vielleicht wird die Wokdestille ja einer meiner nächsten Blogeinträge 😊 Das Salbeihydrolat kann ebenfalls zum Gurgeln, zum Einsprühen des Halses oder in der Küche zum Würzen eingesetzt werden.

In der Küche lässt sich auch das Kraut wunderbar verwenden. Ich LIEBE Gnocchi mit Salbeibutter! Die Gnocchi stelle ich selber her (das Kartoffelteigrezept stammt übrigens vom genialen Sternekoch Johann Webersberger):

250g mehlige Kartoffeln, 150g griffiges Mehl, 2 Eidotter, Salz und geriebene Muskatnuss. Die gekochten Erdäpfel schälen und durch die Erdäpfelpresse drücken, mit den restlichen Zutaten vermengen und zu einem festen Teig kneten. Den Teig zu 1-2 Zentimeter dicken Würsteln rollen und etwa 2-3 Zentimeter lange Gnocchi abschneiden. Alle Gnocchi im Salzwasser für etwa 6-8 Minuten köcheln lassen und im Anschluss noch ein paar Minuten in heißer Butter mit geschnittenem Salbei schwenken und genießen. Der Salbei ist nicht nur köstlich, sondern auch verdauungsfördernd.

Der Salbei hilft aber auch bei übermäßigem Schwitzen – wovon ja viele Frauen in der Menopause betroffen sind. Man trinkt entweder Salbeitee (hier allerdings nur 1-3 Minuten zugedeckt ziehen lassen) oder nimmt ganz einfach einen alkoholischen Auszug, d.h. eine Tinktur, ein.

ACHTUNG: Das pure, ätherische Salbeiöl darf niemals innerlich angewendet werden. Generell sollten Schwangere, Säuglinge, kleine Kinder und Menschen mit Epilepsie oder Bluthochdruck Salbei nicht innerlich verwenden. Alkoholische Tinkturen sollten nicht länger als 4 Wochen am Stück eingenommen werden.

 

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