Meine Pflanze des Monats Juni: Holunder

Holunder ist ein vielbeschriebener und sagenumwobener Schatz. Und das völlig zu Recht. Er ist äußerst vielseitig und heilkräftig. Außerdem enthalten alle Teile – von der Wurzel bis zum obersten Blatt – gesunde Substanzen.

Und dabei macht er es uns so leicht, ihn anzubauen. Er gedeiht auf allen Böden, liebt die Sonne oder den Halbschatten. Am meisten schätzt er aber die Nachbarschaft zum Komposthaufen – hier entwickelt er sich rasend schnell.

Viel Mystisches rankt sich um den „Hollerbusch“ – so sollen im Holler „Unterirdische“ leben und viele kennen den Spruch „vor dem Holler soll man den Hut ziehen“. Er gilt als Schutzbaum jedes Hauses.

Rein wissenschaftlich betrachtet hat Holunder eine bewiesene fiebersenkende, schweißtreibende und entzündungshemmende Wirkung. Noch wichtiger – er erhöht unsere Widerstandskraft gegen Infekte und hilft zudem bei Husten.

Am einfachsten wendet man Holunder als Tee an. Die duftenden Holunderblüten werden im Frühjahr warm und schattig getrocknet, dunkel und kühl in Gläsern gelagert und bei Bedarf (bei den ersten Anzeichen einer Erkältung) als Tee getrunken. 1 Teelöffel Blüten mit kochendem Wasser übergießen, 7-10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und warm genießen – mehrmals täglich. Genauso gut kann man aber auch einen Holunderblütensirup verwenden – auch für Kinder ein köstliches Getränk.

Zur Infektvorbeugung bietet sich ab Herbst der Hollerbeerensirup an. Für diesen Dicksaft werden die Beeren verwendet, die aber gekocht werden müssen, da sie ansonsten leicht giftig sind. Dieser Sirup ist mit heißem Wasser angerichtet besonders lecker.

Noch ein köstliches Rezept für den Sommerbeginn – Hollersekt:

6 Hollerdolden, 6 Liter Wasser, 1/8 Liter Bio-Apfelessig, etwa ein halbes Kilo Zucker und 2 Bio-Zitronen. Ich koche zunächst das Wasser und löse darin den Zucker auf. Ich lasse das ganze etwas abkühlen und ergänze es dann mit dem Apfelessig, den Hollerdolden und den in Scheiben geschnittenen Zitronen. Das Ganze decke ich mit einem Geschirrhangerl zu und lasse den Ansatz 2 bis 3 Tage im Keller dunkel stehen. Danach in sterilisierte Flaschen abfüllen und noch ein paar Tage rasten lassen. Das Getränk hat einen leichten Alkoholgehalt und ist einfach ein geniales Getränk – eisgekühlt und mit einer Zitronenscheibe in lauen Sommernächten auf der Terrasse, am Balkon oder im Garten. (Bitte im Kühlschrank aufbewahren und geöffnet rasch verbrauchen)

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