Spitzwegerich

Spitzwegerich ist ein derartig unscheinbares Pflänzchen, dass man es gern links liegen lässt. Gleichzeitig trägt er solch eine „Power“ 💕 in sich, dass es allemal Wert ist, zweimal hinzusehen!

Biologisch gehört der Spitzwegerich zu den Wegerichgewächsen, was dem Spitzwegerich sicherlich ziemlich „wurscht“ ist. Dankbar wächst die Pflanze das ganze Jahr – vom frühen Frühling bis zum ersten Schnee. Das alleine sollte uns seine unsagbare Kraft beweisen – eigentlich ohne jegliche wissenschaftlichen Studien heranzuziehen.

Die unscheinbare Pflanze kann ganz wunderbar bei Husten helfen. Die Art der Anwendung ist entscheidend für den Charakter des Hustens. Roh, oder in „kalten“ Auszügen genossen, legen sich die Schleimstoffe des Spitzwegerichs über die angegriffenen Schleimhäute und lindern den Reizhusten. Zudem enthält die Pflanze einen Stoff namens Aucubin, der antibiotisch und hustenhemmend wirken kann. Die Spitzwegerichblätter können roh gegessen werden oder mit kaltem Wasser (ab 30 Minuten) angesetzt werden. Bei schleimigen Husten ist es sinnvoller, den Spitzwegerich als Tee mit heißem Wasser aufzugießen, etwa 7 Minuten ziehen zu lassen und zu genießen. Ich verwende den Spitzwegerich im Oxmyel bei Husten.

Spitzwegerich kann – äußerlich – bei Insektenstichen, Ameisenurin oder Verbrennungen durch Brennnessel verwendet werden. Dazu einfach drei oder mehrere Blätter pflücken, zwischen den Fingern oder Händen verreiben und den austretenden Saft auf die „verletzte“ Stelle auftragen. Das Jucken hört sehr rasch auf. Selbstverständlich kann die Prozedur wiederholt werden, sobald sich das Jucken wieder einstellt. Verantwortlich dafür sind die enthaltenen Schleimstoffe, die reiz- und juckreizmildernd wirken.

Übrigens – ein kleiner Tipp am Rande für alle, die gern wandern (und gleich die neuen Schuhe für eine gröbere Tour ausprobiert haben😅): bei Blasen kann man zwischen Socke und der offenen Stelle leicht angequetschte Blätter des Breitwegerichs legen und man sollte damit den Heimweg schaffen.

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