Wildkräuterküche – Sinn oder Unsinn?

Die Wildkräuterküche ist in aller Munde. Die natürlich wachsenden Kräuter werden auch immer häufiger in Restaurants und von erfahrenen Gourmetköchen zu Köstlichkeiten verarbeitet. Aber macht das Sinn? Selbstverständlich – meine ich! Und es gibt viele und gute Gründe dafür.

Wildkräuter wachsen vor unserer Tür und sind ein Geschenk der Natur. Wir können unsere vier Wände verlassen und sie dankbar pflücken. Oft ist das mit weniger Aufwand verbunden, als teures Gemüse in einem Geschäft zu kaufen.

Ihr kennt noch nicht so viele Kräuter? Macht nix – lasst uns einfach klein anfangen: ein kleines bißchen Löwenzahn, ein paar Blätter Spitzwegerich, dazu einige Gänseblümchen; oder vielleicht Sauerampfer, den wir alle aus unserer Kindheit noch kennen? Wer unsicher ist – Wildkräuter könnt ihr inzwischen auch schon kaufen. Wenn ihr sie dann in euren Garten oder in ein Balkonkisterl topft, könnt ihr den Jahreszyklus der Heilpflanze beobachten und so die Pflanze besser kennenlernen.

Ganz abgesehen davon – Wildkräuter enthalten wahnsinnig viele Vitamine und Mineralstoffe. Kein gekauftes Gemüse kann da mithalten. Die Brennnessel hat z.B. sechsmal so viel Kalzium und dreimal so viel Eisen wie Mangold – und da habe ich ein Kulturgemüse mit relativ hohen Werten herangezogen (bei näherem Interesse, siehe „Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde Ursel Bühring, 4. Auflage, Seite 704f“). Ähnlich verhält es sich mit anderen Mineralstoffen oder dem Eiweißgehalt.

Wer immer noch nicht überzeugt ist – unsere Wildkräuter sind voll von heilenden Stoffen (Bitterstoffe, Flavonoide, Schleimstoffe, Saponine oder Gerbstoffe) und halten uns somit gesund oder unterstützen uns beim Gesundwerden.

Wir sollten darauf vertrauen, dass unsere Ahnen schon wussten, warum sie welche Heilkräuter in ihre Ernährung eingebunden haben. Und es ihnen gleichtun!

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