Quendel

Kennt ihr ihn? Den Quendel? Unsere heimische Form des Thymians? Er wird auch „Arznei-Thymian“ genannt. Der Quendel ist unglaublich weit verbreitet, geht aber oft zwischen den ganzen Wiesenblumen unter. Dabei ist es ein wirklich hübsches Kraut. Finde ich zumindest 😊

Quendel ist sehr anspruchslos und wächst am liebsten an trockenen Mauern, Wiesen- und Ackerrändern und an warmen, sonnigen Böschungen. In meinem eigenen Garten habe ich ihn an einer zuvor unhübschen Stelle mit lauter Schotter gepflanzt – und wie man sieht, gefällt ihm das Plätzchen. Und mir jetzt ebenso.

Wie Thymian auch, ist der Quendel voller ätherischer Öle, die besonders gut für die Lunge sind. So kann der Quendel bei krampfhaftem Husten eingesetzt werden. 1 Teelöffel des getrockneten Krauts wird mit heißem Wasser übergossen, zugedeckt 5 Minuten ziehen lassen und etwa 3x täglich eine Tasse genießen. Den Tee kann man übrigens auch trinken, um sich nach schweren Speisen wieder schneller wohl zu fühlen.

Ich habe letztes Jahr ein köstliches Kräutersalz „mediterraner Art“ hergestellt. Dazu habe ich Quendel, Dost (das heimische Oregano) und Brennnessel getrocknet und mit Salz vermengt. Passt hervorragend zu allen italienischen Gerichten, zu Fisch, Huhn und Wild, aber auch einfach aufs Butterbrot oder auf Kartoffeln.

Quendel hat auf unsere Haut eine reinigende Wirkung. Da aber kaum eine Frau nach Pizza duften möchte 😊, ziehe ich das Kraut nicht in Öl, sondern in Alkohol aus. Diesen Auszug verwende ich für alle Gesichtspflegeprodukte für die unreine Haut.

Mythologisch wurde die Pflanze der Göttin Freya geweiht und zählt somit zu den typischen Frauenkräutern. Eine Braut sollte das Kraut auf der Haut tragen, Gebärenden wurde es ins Bett gelegt.

Nutzt ihr den Quendel?

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